Sales Leadership

Fast insolvent: Das Unternehmen, das überlebte, weil es das eine Problem löste, das alle ignorierten

Posted by
Markus Jenul
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In der wettbewerbsintensiven Welt der B2B-Software ist Wachstum oft eine Achterbahnfahrt. Für einen unserer Kunden fühlte es sich jedoch eher wie ein freier Fall an.

Nach einem vielversprechenden Start stieß das Unternehmen bei der Skalierung an seine Grenzen und schaffte es nicht, die Umsatzmarke von 1 Million Euro zu durchbrechen. Die Liquiditätsreserven schwanden, Kunden kündigten schneller, als neue gewonnen werden konnten, und intern begann die Suche nach Schuldigen.

Die Situation spitzte sich in einem Krisenmeeting zu, das über die Zukunft des Unternehmens entscheiden sollte.

Das Meeting als letzter Ausweg

Das Unternehmen befand sich in einer Krise.

Es hatte nur noch fünf Monate finanziellen Spielraum, bevor die Liquiditätsreserven aufgebraucht sein würden. Das Wachstum stagnierte, und die Kundenabwanderung nahm weiter zu.

Jede Abteilung hatte ihre eigene Theorie darüber, was schieflief, und die gegenseitigen Schuldzuweisungen waren in vollem Gange.

Das Marketing wollte mehr in das Kunden-Onboarding investieren. Die Annahme: Ein reibungsloseres und effektiveres Erlebnis nach dem Kauf würde verhindern, dass Kunden abspringen. Die Argumentation war, dass Nutzer nicht kündigen würden, wenn sie den Wert des Produkts nur schneller erkennen könnten.

Das Vertriebsteam sah das jedoch anders.

Der Vertrieb war überzeugt, dass das eigentliche Problem in der Integration der Software lag. Ohne eine nahtlose Verbindung zu den Tools, die Kunden bereits nutzten, würden Deals verloren gehen.

Doch auch das Produktteam hatte seine eigene Perspektive. Es verteidigte die Qualität der Software und argumentierte, dass das Produkt stark sei, der Vertrieb jedoch Funktionen verspreche, die es gar nicht gebe. Dadurch würden bei Kunden falsche Erwartungen geweckt und Enttäuschungen vorprogrammiert.

Die Diskussion war hitzig, doch gelöst wurde nichts.

Alle schienen überzeugt, dass ihre Sichtweise die richtige war. Gleichzeitig hatte niemand eine klare Lösung.

Dann warf jemand eine Idee in den Raum, die alles veränderte:

„Warum fangen wir nicht damit an, tatsächlich zuzuhören, was unsere Kunden sagen?“

Der Durchbruch: Kundengesprächen zuhören

Um der eigentlichen Ursache des Problems auf den Grund zu gehen, entschied das Führungsteam, tief in die Kundengespräche einzutauchen.

Anstatt weiter zu raten, worin die Probleme bestanden, wollten sie die Kunden direkt sprechen lassen.

Sie analysierten stundenlange Aufzeichnungen: von ersten Verkaufsgesprächen über Onboarding-Calls bis hin zu Gesprächen mit dem Kundensupport.

Es dauerte nicht lange, bis sich ein Muster zeigte.

Die Kunden waren nicht frustriert, weil das Produkt schlecht war oder das Onboarding fehlte – zumindest nicht ausschließlich.

Das eigentliche Problem war viel einfacher: fehlende Abstimmung.

Das Vertriebsteam war bestrebt, Deals abzuschließen, und hatte dabei Versprechen gemacht, die das Produkt nicht erfüllen konnte. Das führte zu frustrierten Kunden, die kündigten, sobald sie merkten, dass die Software ihre Erwartungen nicht erfüllte.

Doch es war nicht allein die Schuld des Vertriebsteams.

Die gesamte Organisation hatte keine klare Vorstellung davon, worin das eigentliche Wertversprechen bestand.

Vertrieb, Marketing und Produktteam waren sich nicht vollständig darüber einig, welche Kernvorteile die Software wirklich bot. Diese fehlende Abstimmung übertrug sich schließlich auf die Kunden.

Die Veränderung, die alles veränderte

Mit dieser neuen Erkenntnis wurde das Unternehmen aktiv.

Der erste Schritt bestand darin, alle Abteilungen auf eine gemeinsame Linie zu bringen. Vertrieb, Marketing und Produktteam organisierten Workshops, um die Fähigkeiten des Produkts, das Wertversprechen und den idealen Kunden klar zu definieren.

Sie strichen überzogene Versprechen und konzentrierten sich darauf, das Produkt so zu verkaufen, wie es wirklich war: eine starke, zuverlässige Softwarelösung, die sich mit wichtigen Plattformen integrieren ließ, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Als Nächstes überarbeiteten sie den Onboarding-Prozess, damit er zu diesen neuen Versprechen passte. Kunden erwarteten nun keine Funktionen mehr, die es nicht gab, und das Support-Team arbeitete eng mit ihnen zusammen, um Integrationen so reibungslos wie möglich umzusetzen.

Schließlich sorgten sie dafür, dass Kundenfeedback dauerhaft Teil ihres Prozesses wurde.

Das Anhören von Kundengesprächen wurde zur Routine. So konnten sie sowohl ihr Produkt als auch ihren Vertriebsprozess kontinuierlich verbessern.

Das Ergebnis: Eine neue Richtung

Schon nach wenigen Monaten begannen sich die Veränderungen auszuzahlen.

Die Kündigungsraten sanken, weil Kunden zufriedener mit einem Produkt waren, das genau das lieferte, was versprochen worden war.

Die Sales Cycles wurden kürzer, weil das Vertriebsteam Deals nicht länger mit unnötigen Funktionen verkomplizierte.

Noch wichtiger: Das Unternehmen verbrannte kein Geld mehr mit ineffizienten Wachstumstaktiken.

Am Ende des Jahres hatte das Startup nicht nur überlebt, es florierte. Mit neuer Klarheit und besserer Abstimmung zwischen den Teams durchbrach es das Umsatzplateau, das es so lange ausgebremst hatte.

Die Lektion?

Wachstum entsteht nicht immer dadurch, dass man mehr Geld auf ein Problem wirft. Manchmal ist das Wichtigste, was man tun kann, ganz einfach: den eigenen Kunden zuhören.

Fazit: Die Kraft des Zuhörens

Die Geschichte dieser Firma ist eine starke Erinnerung daran, dass die Antworten oft direkt vor uns liegen, selbst in Zeiten knapper Liquidität und interner Konflikte.

Indem das Unternehmen einen Schritt zurücktrat, Kundenfeedback ernst nahm und die Abstimmung zwischen den Teams sicherstellte, konnte es sein Geschäft wieder auf Kurs bringen.

In einer Welt voller schnellem Wachstum und schneller Entscheidungen ist Zuhören manchmal der strategischste Schritt, den man machen kann.

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Author
Markus Jenul

Markus is the co-founder and CMO of the Vienna-based scaleup Kickscale, which develops AI-powered revenue intelligence technology for European sales teams. Before co-founding Kickscale, Markus started as one of Bitmovin's first SDRs and rose to Head of Global Digital Marketing, helping establish the video streaming company as a global leader.

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