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17.10.2023

Einwandbehandlung im B2B Sales: So gehst du mit Einwänden richtig um

Posted by
Markus Jenul
Einwandbehandlung im B2B Sales: So gehst du mit Einwänden richtig um
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Du hörst im Cold Call ein „Keine Zeit“, nach der Demo ein „Zu teuer“ oder kurz vor dem Abschluss ein „Wir müssen noch einmal intern darüber sprechen“? Einwände gehören zu B2B Sales dazu. Die Frage ist, wie du darauf reagierst. 

Wer sofort versucht, den Prospect vom Gegenteil zu überzeugen, übersieht häufig, was hinter dem Einwand tatsächlich steckt.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du Einwände erkennst, richtig einordnest und im Gespräch behandelst. Außerdem bekommst du konkrete Techniken, die du direkt in deinen nächsten Sales Calls einsetzen kannst.

Einwandbehandlung: Das Wichtigste in Kürze

  • Einwandbehandlung bedeutet, die Bedenken eines potenziellen Kunden zu verstehen und im Gespräch so weit zu klären, dass eine fundierte Kaufentscheidung möglich wird.
  • Einwände können während des gesamten Sales Prozesses auftreten, vom ersten Kontakt bis zur finalen Entscheidung.
  • Einwandbehandlung beginnt mit Zuhören: Bevor du antwortest, musst du verstehen, was tatsächlich hinter einer Aussage wie „zu teuer“ oder „keine Zeit“ steckt.
  • Mit Kickscale kannst du Einwände aus deinen Sales Calls automatisch erfassen und analysieren, damit dein Team wiederkehrende Muster erkennt und gezielter darauf reagieren kann.

Was versteht man unter Einwandbehandlung?

Einwandbehandlung im B2B Sales beschreibt den Umgang mit Bedenken, die ein potenzieller Kunde während des Kaufprozesses äußert. Einwände können sich beispielsweise auf den Preis, das Produkt oder die Einführung der Software beziehen.

Im ersten Schritt musst du verstehen, was der Prospect tatsächlich meint. Ein „zu teuer“ kann ein echtes Budgetproblem sein. Es kann aber genauso bedeuten, dass der wahrgenommene Wert deiner Lösung bisher nicht hoch genug ist.

Gute Einwandbehandlung hilft dir, offene Bedenken sichtbar zu machen und die eigentliche Ursache hinter einem Einwand zu verstehen. Erst danach kannst du entscheiden, wie du im Gespräch darauf reagierst.

Du willst Einwände bewusst früher im Gespräch aufdecken?

Im Interview mit Gerald Zankl erklärt Chris Voss, ehemaliger FBI Verhandlungsführer, warum ein frühes „Nein“ im Sales Call wertvoller sein kann als ein vorschnelles „Ja“.

Wann treten Einwände im Sales Prozess auf?

Einwände können in jeder Phase deines Sales Prozesses auftreten. Ein Prospect kann bereits beim ersten Kontakt ablehnen oder erst nach mehreren Gesprächen kurz vor der Entscheidung neue Bedenken äußern.

Das ist zunächst kein schlechtes Zeichen. Ein Einwand zeigt dir, dass eine Frage noch nicht ausreichend geklärt wurde. Entscheidend ist, dass du erkennst, in welcher Phase der Einwand auftritt und was du für den nächsten Schritt klären musst.

Typische Phasen sind:

  1. Erster Kontakt: Der Prospect sieht aktuell keinen Grund für ein Gespräch oder hat keine Zeit.
  2. Bedarfsanalyse und Qualifizierung: Es bestehen Zweifel daran, ob das Problem groß genug ist oder deine Lösung grundsätzlich passt.
  3. Demo: Der Prospect hinterfragt Funktionen, Prozesse oder den konkreten Nutzen für seinen Use Case.
  4. Angebot und Abschluss: Preis, Budget oder interne Freigaben können den Deal verzögern.

Gerade wiederkehrende Einwände sind wertvoll. Wenn dein Sales Team in einer bestimmten Phase immer wieder dieselben Bedenken hört, solltest du prüfen, ob das Problem wirklich bei einzelnen Prospects liegt oder bereits früher im Sales Prozess entsteht.

Welche Einstellung solltest du gegenüber Einwänden haben?

Einwände sind ein normaler Bestandteil von B2B Sales. Ein „Nein“ bedeutet nicht automatisch, dass der Deal verloren ist. Häufig fehlen deinem Prospect noch Informationen oder er bewertet einen Aspekt deines Angebots anders als du.

Wichtig ist deshalb, dass du einen Einwand nicht als persönlichen Angriff behandelst. Wenn du selbst den Wert deines Produkts kennst und verstehst, welches Problem es für den Kunden löst, kannst du deutlich ruhiger nachfragen.

Genauso wichtig: Bereite dich vor. Wenn dein Team dieselben fünf Einwände jede Woche hört, sollte nicht jeder Rep jedes Mal spontan eine neue Antwort erfinden.

💡 Was du heute tun kannst

Sammle gemeinsam mit deinem Sales Team die häufigsten Einwände aus euren Gesprächen. Dokumentiert, in welcher Situation sie auftreten und welche Antworten den Deal tatsächlich weitergebracht haben.

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Was solltest du tun, wenn ein Einwand auftritt?

Die schlechteste Reaktion auf einen Einwand ist eine vorschnelle Standardantwort. Bevor du argumentierst, musst du verstehen, was dein Gegenüber tatsächlich stört.

Höre zuerst zu

Lass deinen Prospect ausreden und höre mit dem Ziel zu, den Einwand zu verstehen. Wenn du bereits während seiner Antwort über dein Gegenargument nachdenkst, übersiehst du möglicherweise die Information, die du eigentlich brauchst.

Stelle lieber eine zusätzliche Frage. Bei „Wir haben dafür gerade keine Zeit“ kannst du beispielsweise herausfinden, ob die Einführung deiner Software gemeint ist, ob intern Ressourcen fehlen oder ob das Thema aktuell schlicht keine Priorität hat.

Bereite dich auf wiederkehrende Einwände vor

Dokumentiere die Einwände, die dein Team regelmäßig hört. Ergänze dazu mögliche Rückfragen und Beispiele aus Gesprächen, in denen dein Team den Einwand erfolgreich klären konnte.

Aus „Wir haben keine Zeit“ wird damit nicht einfach ein Satz, den dein Team auswendig beantwortet. Deine Reps bekommen einen Ausgangspunkt, um herauszufinden, was der Prospect tatsächlich meint.

Bleibe ruhig und lass dein Gegenüber ausreden

Unterbrich deinen Prospect nicht. Wer einen Einwand äußert, möchte zunächst erklären können, warum er Bedenken hat.

Gerade bei Preis oder Budget kann eine vorschnelle Rechtfertigung defensiv wirken. Höre zu, frage nach und reagiere erst, wenn du den Kontext verstanden hast.

Behalte das Ziel des Gesprächs im Blick

Nicht jeder Einwand muss im selben Gespräch vollständig ausgeräumt werden. Im Cold Call kann dein nächstes Ziel ein weiterer Termin sein. Später im Sales Prozess kann es darum gehen, einen offenen Punkt für die interne Entscheidung zu klären.

Frage dich deshalb: Was muss nach diesem Gespräch geklärt sein, damit der Deal einen sinnvollen Schritt weiterkommt?

Stelle Fragen, bevor du argumentierst

Versuche nicht, deinen Prospect mit möglichst vielen Argumenten zu überzeugen. Ein gutes Gegenargument hilft dir wenig, wenn du auf den falschen Einwand antwortest.

Die einfache Regel lautet deshalb:

10 Techniken zur Einwandbehandlung

Es gibt keine einzelne Antwort, die bei jedem Prospect funktioniert. Welche Technik sinnvoll ist, hängt davon ab, welcher Einwand vorliegt und was tatsächlich dahintersteckt.

Diese zehn Ansätze helfen dir dabei, deine Reaktion im Gespräch bewusst zu wählen:

  1. Verständnis zeigen: Zeige deinem Prospect, dass du seinen Einwand verstanden hast, bevor du darauf reagierst.
  2. Einwand oder Vorwand prüfen: Finde heraus, ob die genannte Aussage tatsächlich der Grund für das Zögern ist.
  3. Zur Bedarfsanalyse zurückgehen: Prüfe, ob ein wichtiger Bedarf oder Kontext im bisherigen Gespräch noch nicht ausreichend geklärt wurde.
  4. Den nächsten Schritt trotzdem prüfen: Ein Einwand muss nicht automatisch das Ende des Gesprächs bedeuten. Kläre, ob ein sinnvoller nächster Schritt möglich ist.
  5. Bumerang Methode nutzen: Greife den Einwand auf und prüfe, ob genau dieser Punkt auch ein Argument für deine Lösung sein kann.
  6. Mit einer passenden Geschichte arbeiten: Zeige anhand eines vergleichbaren Kundenfalls, wie ein ähnlicher Einwand gelöst wurde.
  7. Den Einwand in einen Wunsch übersetzen: Hinter einem Einwand steckt häufig eine konkrete Erwartung. Finde heraus, welche das ist.
  8. Die Perspektive hinterfragen: Prüfe gemeinsam mit deinem Prospect, auf welcher Annahme seine Bewertung basiert.
  9. Nach dem Warum fragen: Eine gezielte Rückfrage kann dir helfen, von der ersten Aussage zur tatsächlichen Ursache zu kommen.
  10. Stille aushalten: Du musst nicht jede Gesprächspause sofort füllen. Gib deinem Gegenüber Zeit, seine Gedanken auszuführen.

Wenn du diese Techniken anhand konkreter Sales Situationen trainieren möchtest, findest du in unserem Playbook zur Einwandbehandlung weitere Beispiele und Gesprächsansätze für dein Team.

Kickscale ausprobieren
Kickscale ausprobieren

Wie setzt du die 10 Techniken im Gespräch richtig ein?

Die passende Reaktion hängt davon ab, was tatsächlich hinter einem Einwand steckt. In unserem Playbook findest du konkrete Sales-Situationen, Gesprächsansätze und Beispiele für dein Team.

Kickscale ProduktgrafikKickscale Produktgrafik

Einwandbehandlung: Häufige Fragen und Antworten

Was ist der Unterschied zwischen einem Einwand und einem Vorwand?

Ein Einwand beschreibt ein konkretes Bedenken, das einer Kaufentscheidung im Weg steht. Ein Vorwand kann dagegen eine vorgeschobene Begründung sein, während der eigentliche Grund noch nicht ausgesprochen wurde. Deshalb solltest du bei pauschalen Aussagen gezielt nachfragen, bevor du mit Argumenten reagierst.

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Welche Einwände treten im B2B Sales besonders häufig auf?

Häufige Einwände betreffen Preis und Budget, fehlende Priorität, interne Ressourcen oder den wahrgenommenen Nutzen einer Lösung. Welche Einwände dein Team besonders häufig hört, hängt stark von Produkt, Zielgruppe und Sales Prozess ab.

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Wie erkenne ich den echten Grund hinter einem Einwand?

Stelle offene Rückfragen und vermeide es, die Antwort bereits vorzugeben. Aussagen wie „zu teuer“ werden erst dann hilfreich, wenn du weißt, womit der Prospect den Preis vergleicht und welcher Wert für ihn aktuell noch fehlt.

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Sollte ich jeden Einwand sofort beantworten?

Nein. Manchmal fehlen dir Informationen oder eine weitere Person muss in die Entscheidung einbezogen werden. Wichtiger als eine schnelle Antwort ist, dass der Einwand dokumentiert wird und klar ist, wie er im weiteren Sales Prozess geklärt werden soll.

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Wie kann Kickscale bei der Einwandbehandlung helfen?

Kickscale analysiert Sales Gespräche und kann wiederkehrende Einwände aus Calls sichtbar machen. Dadurch kannst du auf Basis tatsächlicher Kundengespräche erkennen, welche Bedenken häufig auftreten und an welchen Stellen dein Team Unterstützung braucht.

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Wie können Sales Teams Einwandbehandlung mit Kickscale trainieren?

Teams können reale Gesprächsdaten nutzen, um wiederkehrende Einwände und die Reaktionen einzelner Reps zu analysieren. Dadurch basiert Coaching stärker auf tatsächlichen Sales Calls und weniger auf hypothetischen Gesprächssituationen.

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Wie baue ich einen Einwandkatalog für mein Sales Team auf?

Starte mit echten Einwänden aus euren vergangenen Gesprächen und gruppiere ähnliche Aussagen nach Ursache. Ergänze zu jedem Einwand passende Rückfragen, Kontext und Gesprächsbeispiele, damit deine Reps keine starren Antworten auswendig lernen müssen.

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Author
Markus Jenul

Markus ist Mitgründer und CMO des Wiener Scaleups Kickscale, das KI-gestützte Revenue Intelligence Technologie für europäische Vertriebsteams entwickelt. Vor der Gründung von Kickscale startete Markus als einer der ersten SDRs bei Bitmovin und stieg zum Head of Global Digital Marketing auf, wo er maßgeblich dazu beitrug, das Video-Streaming-Unternehmen als globalen Marktführer zu etablieren

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